Selbstschutz

Unter Selbstschutz versteht man die Summe an Maßnahmen zur Verhütung von Gefahren gegen den eigenen Körper oder eigene Vermögenswerte. Man kann unterscheiden in aktive und passive Selbstschutzmaßnahmen. Aktiv umfasst aktive körperliche Maßnahmen, angefangen bei der Flucht vor Gefahren bis hin zur Anwendung physischer Gewalt. Zur passiven Absicherung zählt vor allem die Gefahrenprävention durch das Tragen …

Rechte des Sicherheitspersonals

Allgemeines Sicherheitsgewerbliche Dienstleister werden von der Rechtsordnung als Privatpersonen erfasst. Ihr Tätigwerden im Falle eines Angriffes oder einer Gefahr beruht aufgrund der Verpflichtungen aus einem Bewachungsvertrag. Dagegen werden staatliche Organe wie zum Beispiel Polizei und Ordnungsamt aufgrund der Schutzpflichten des Staates tätig. Das Sicherheitspersonal ist nicht unmittelbar Bestandteil staatlicher Organe, sondern steht auf „Bürgerseite“.  Die …

Interventionsdienst

Zuständigkeit Unter Interventionsdienst versteht man in der Sicherheitsbranche Mitarbeiter, welche dafür zuständig sind, eine Gefahrensituation (Ist-Zustand) möglichst zügig und effizient wieder in eine kontrollierte, gefahrenfreie Situation (Soll-Zustand) zu überführen. Die gewerbliche Bewachung fremden Lebens und Eigentums im Sinne von § 34a Abs. 1 Gewerbeordnung lässt sich in zwei Wirkungsfelder unterscheiden: Gefahrenprävention, d.h. vorbeugende Maßnahmen zur …

Notstand

I. Kurzfassung Gemäß § 34 S. 1 StGB handelt nicht rechtswidrig, wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr für Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut eine Tat begeht, um die Gefahr von sich oder einem anderen abzuwenden. Physische Verteidigungsmaßnahmen verwirklichen grundsätzlich Straftatbestände wie Körperverletzungsdelikte (§§ 223 ff. StGB) oder Sachbeschädigung § …

Letal

Kurzerklärung Unter letalen Werkzeugen versteht man solche Einsatzmittel einer Sicherheitskraft, welche eine tödliche Wirkung entfalten können und nach ihrer Funktionsweise zumindest teilweise dafür bestimmt sind. Klassisches Einsatzmittel eines letalen Einsatzmittels sind Schusswaffen.  Letale und nicht-letale Einsatzmittel Eine Schusswaffe darf nur in Ausnahmefällen von gewerblich tätigen Sicherheitskräften getragen werden. Die behördlichen Erlaubnisse werden grundsätzlich nur erteilt, …

Selbstverteidigung

Allgemeines Die polizeiliche Kriminalprävention rät von einer Selbstverteidigung grundsätzlich ab. Soweit möglich sollten Betroffene stattdessen flüchten, um die mit einer Konfrontation einhergehenden Verletzungsrisiken zu vermeiden. Es liegt jedoch im Wesen einer Sicherheitsdienstleistung, durch die Bewachung fremder Rechtsgüter zur potentiellen Zielscheibe eines Angriffes zu geraten. Ein selbstbewusstes öffentliches Auftreten und aufmerksame Wahrnehmung des Geschehens reduziert die …

Warenhausdetektiv

Berufsbild Warenhausdetektive sind Sicherheitskräfte, die zur Verhütung und Aufklärung von Inventurverlusten und Vermögensstraftaten von Kaufhausbetreibern angestellt werden. Darüber hinaus kann der Warendetektiv als Servicekraft für Kundinnen und Kunden fungieren. Diese Aufgaben können durchaus in einem Spannungsverhälnis zu einander stehen.  Befugnisse Warenhausdetektive sind anders als zum Beispiel Ordnungsämter und Polizisten nicht Teil des Staates und handeln aus …

Verdeckte Ermittlungen

Allgemeines Unter verdeckten Ermittlungen versteht man das Erheben von Beweisen im Verborgenen. Meist geht es um die heimliche Observation von anderen Personen durch sogenannte „V-Leute“, die im Verdacht stehen, eine (besonders gravierende) Straftat begangen zu haben. Sowohl privat beauftragte Detektive als auch Polizei und Staatsanwaltschaft können an verdeckten Operationen beteiligt sein. Private und staatliche Ermittlungen unterscheiden …

Nachtwächter

Allgemeines Nachtwächter ist eine eigene Berufssparte im Objektschutz. Die Tätigkeit umfasst heutzutage hauptsächlich Wächterkontrollgänge. Anhand des Kontrollganges sollen unvorhergesehene Ereignisse aufgespürt werden.  Bereits im Mittelalter gab es Nachtwächter, die teilweise auch als Türmer bezeichnet worden sind und in größeren Städten die Bürger vor Schadensfeuern und Kriminalität schützen sollten. Der moderne Nachtwächter bewacht abgeschlossene Gebäude wie …

Aufenthaltsverbot

Ein Aufenthaltsverbot kann vom Inhaber des Hausrechts zum Zwecke der Abwehr von Gefahren erteilt werden. Dem Adressaten des Verbotes wird dadurch das Betreten eines Gebäudes, Gebäudeteils oder sonstigen eingrenzbaren Bereiches für eine gewisse Dauer untersagt. Ein alternativer Begriff ist das Hausverbot. Wer sich einem wirksam erteilten Aufenthaltsverbot widersetzt, macht sich gegebenfalls gemäß § 123 Abs. …