Minijob

Minijob ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer. Dies umfasst solche Angestelltenverhältnisse im Sinne von § 611a Abs. 1 BGB, dessen Einkommen eine Schwelle von 520 Euro nicht überschreitet. Vor dem 1. Oktober 2022 lag die Schwelle bei 450 Euro. Im Zuge einer Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro brutto die Stunde, wurde die …

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Allgemeines Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) bestätigt gegenüber Arbeitgebern, dass ein Sicherheitsmitarbeiter arbeitsunfähig erkrankt ist. Aus Gründen der Privatsphäre wird zwar die voraussichtliche Dauer, nicht aber die Art der Erkrankung mitgeteilt. Seit dem 01.01.2023 wird die Arbeitsunfähigkeit nicht mehr ausgedruckt und vom betroffenen Arbeitnehmer vorgelegt, sondern digital vom Sicherheitsunternehmen über ein Portal des zuständigen Versicherungsträgers abgerufen.  Fälligkeit …

eAU

eAU ist eine Abkürzung für elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Diese ersetzt seit dem 01.01.2023 den „gelben Schein“. Ein papiernes Attest ist demnach grundsätzlich ungültig. Stattdessen rufen Arbeitgeber die Bescheinigung selbst über ein digitales Portal der zuständigen Krankenkasse des arbeitsunfähigen Sicherheitsmitarbeiters ab.  Siehe für ausführliche Informationen zum Thema Krankmeldung Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Entgeltfortzahlug Krankheit

Melde- und Aufzeichnungspflichten

Kurzerklärung Für das Wach- und Sicherheitsgewerbe sind Melde- und Aufzeichnungspflichten gemäß § 2a Abs. 1 Nr. 11 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz (SchwarzArbG) zu beachten. Danach müssen Bewachungsdienstleister bei der Erbringung ihrer Tätigkeit ihren Personalausweis, Pass, Passersatz oder Ausweisersatz mitzuführen und den Behörden der Zollverwaltung auf Verlangen vorlegen. Als Passersatz dienen zum Beispiel die einem Ausländer nach § 48 …

Unfall

Grundlagen Fachsprachlich werden als Unfall solche Unfälle bezeichnet, die nicht die Voraussetzungen des § 8 Abs .1 SGB VII erfüllen und somit keinen Arbeitsunfall darstellen. Ein Arbeitsunfall setzt voraus, dass ein Versicherter infolge seiner versicherten Tätigkeit einen Körperschaden erleidet. So sind zum Beispiel fest angestellte Sicherheitsmitarbeiter über die Verwaltungsberufsgenossenschaft unfallversichert. Tritt im Rahmen einer Sicherheitsdienstleistung …

Unfalluntersuchung

Arbeitsunfall Anhand einer Unfalluntersuchung werden die Ursachen eines eingetretenen Unfalles rückverfolgt. Dies dient zur Klärung von Haftungs- und Schuldfragen. Ferner lassen sich daraus Rückschlüsse über die Effizienz des vorherrschenden Sicherheitskonzeptes ziehen und ggf. Nachholbedarf daraus ableiten. Unfalluntersuchungen sind insbesondere im Zusammenhang mit Arbeitsunfällen von Bedeutung. Ein Arbeitsunfall liegt gemäß § 8 Abs. 1 SGB VII …

Betriebsbesichtigung

Unter einer Betriebsbesichtigung versteht man das räumliche Betreten von Büroräumen oder einer sonstigen Betriebsstätte durch eine betriebsfremde Person. Der Begriff wird nicht einheitlich verwendet und deckt zahlreiche Sachverhalte ab:  Gemäß können § 200 Abs. 3 Abgabenordnung können durch einen Steuerprüfer während der üblichen Geschäfts- oder Arbeitszeit die Betriebsräume eines Steuerpflichtigen aufgesucht werden.  Findet die Betriebsbesichtigung …

Selbstschutz

Unter Selbstschutz versteht man die Summe an Maßnahmen zur Verhütung von Gefahren gegen den eigenen Körper oder eigene Vermögenswerte. Man kann unterscheiden in aktive und passive Selbstschutzmaßnahmen. Aktiv umfasst aktive körperliche Maßnahmen, angefangen bei der Flucht vor Gefahren bis hin zur Anwendung physischer Gewalt. Zur passiven Absicherung zählt vor allem die Gefahrenprävention durch das Tragen …

Rechte des Sicherheitspersonals

Allgemeines Sicherheitsgewerbliche Dienstleister werden von der Rechtsordnung als Privatpersonen erfasst. Ihr Tätigwerden im Falle eines Angriffes oder einer Gefahr beruht aufgrund der Verpflichtungen aus einem Bewachungsvertrag. Dagegen werden staatliche Organe wie zum Beispiel Polizei und Ordnungsamt aufgrund der Schutzpflichten des Staates tätig. Das Sicherheitspersonal ist nicht unmittelbar Bestandteil staatlicher Organe, sondern steht auf „Bürgerseite“.  Die …

Nachweisgesetz

Einführung des Gesetzes Das Nachweisgesetz (NachwG) ist ein deutsches Regelwerk aus dem Jahr 1995, welches unter anderem Dokumentationspflichten für Arbeitsverträge im Sinne von § 22 Abs. 1 Mindestlohngesetz. Also beispielsweise Anstellungsverträgen zwischen einem Sicherheitsunternehmen und einem Sicherheitsmitarbeiter. Das Gesetz wurde erstmals ausgefertigt am 20. Juli 1995. Zum 1. August 2022 traten Reformen in Kraft, wonach …