Betriebsarzt

Allgemeines Unter einem Betriebsarzt versteht man einen gesetzlich anerkannten Arzt, der in Unternehmen eingesetzt wird und den Beschäftigten als Vertrauensperson und Berater in Belangen des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit zur Seite steht. Die Bestellung, Anforderungen und Aufgaben des Betriebsarztes ergeben sich vornehmlich aus den §§ 3-6 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und der Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 2 „Betriebsärzte …

Unfall

Grundlagen Fachsprachlich werden als Unfall solche Unfälle bezeichnet, die nicht die Voraussetzungen des § 8 Abs .1 SGB VII erfüllen und somit keinen Arbeitsunfall darstellen. Ein Arbeitsunfall setzt voraus, dass ein Versicherter infolge seiner versicherten Tätigkeit einen Körperschaden erleidet. So sind zum Beispiel fest angestellte Sicherheitsmitarbeiter über die Verwaltungsberufsgenossenschaft unfallversichert. Tritt im Rahmen einer Sicherheitsdienstleistung …

Unfalluntersuchung

Arbeitsunfall Anhand einer Unfalluntersuchung werden die Ursachen eines eingetretenen Unfalles rückverfolgt. Dies dient zur Klärung von Haftungs- und Schuldfragen. Ferner lassen sich daraus Rückschlüsse über die Effizienz des vorherrschenden Sicherheitskonzeptes ziehen und ggf. Nachholbedarf daraus ableiten. Unfalluntersuchungen sind insbesondere im Zusammenhang mit Arbeitsunfällen von Bedeutung. Ein Arbeitsunfall liegt gemäß § 8 Abs. 1 SGB VII …

Betrieblicher Brandschutzhelfer

Kurzerklärung Ein betrieblicher Brandschutzhelfer ist ein Mitarbeiter, welcher vom Arbeitgeber zur Bekämpfung von Schadensfeuern ausgewählt und benannt worden ist. Im Übrigen leisten sie bei der vorbeugenden Brandbekämpfung Unterstützung (Brandprävention). Tätigkeiten und Position Der betriebliche Brandschutzhelfer unterstützt mit seiner Expertise und Kenntnissen den Brandschutzbeauftragten. Seine notwendigen Fähigkeiten erwirbt er in einer externen oder internen Ausbildung. Der …

Mobiles Arbeiten

Defintion Eine berufliche Tätigkeit wird als mobiles Arbeiten bezeichnet, wenn der Sicherheitskraft kein stationärer Arbeitsplatz zugewiesen ist und sie sich im Außendienst befindet. Also wenn die durch den Arbeitsvertrag festgelegte Tätigkeit an verschiedenen Orten erbringt.  Arbeitsschutz Der Arbeitgeber ist für die Sicherheit seiner Beschäftigten erforderlich. Er muss sie vor psychologischen und physischen Erkranken schützen und …

Rehabilitation nach Arbeitsunfall

Unter Rehabilitation versteht man in der Arbeitssicherheit die Summe aller Maßnahmen, welche zur geistig-seelischen Regeneration eines Verletzten unternommen werden. Ein Arbeitsunfall hinterlässt oftmals nicht nur körperliche Schäden. Durch traumatische Ereignisse kann die psychische Gesundheit nachhaltig beschädigt worden sein. Zum Beispiel im Wachgewerbe das Erlebnis eines Raubüberfalls bei Geld- und Werttransporten. Dies führt dann dazu, dass …

Notfallplan

Der Notfallplan ist Ausdruck organisatorischer Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung von Arbeitsunfällen. Der Plan enthält – meist in chronologischer Reihenfolge – die notwendigen Schritte, welche erbracht werden müssen, um ein plötzlich auftretendes Schadensereignis unter Kontrolle zu bringen. Beziehungsweise Verluste für Körper, Gesundheit, Umwelt oder Sachwerten möglichst gering zu halten. Der Notfallplan selbst ist Bestandteil des arbeitgeberseitigen Betreuungskonzeptes. …

Stolpern, Rutschen, Stürzen (SRS)

Bedeutung Stolpern, Rutschen und Stürzen tragen wesentlich zu den Ursachen von Arbeitsunfällen bei. In Kurzform spricht man auch von den SRS-Gefahren. Solche Unfälle fußen oftmals auf einer unsachgemäßen Verkehrssicherung der Arbeitsstätte und betrieblichen Arbeitsmitteln.  Wer stolpert, rutscht oder stürzt, zieht sich oftmals schmerzhafte Prellungen oder Zerrungen zu. Im schlimmsten Fall drohen sogar nachhaltige Verletzungen wie …

Unterweisen und Einarbeiten

Kurzerklärung Unter dem Begriffspaar Unterweisen und Einarbeiten versteht man Maßnahmen eines Betriebs zur Eingliederung seiner neuen Mitarbeiter. Anhand dieser Maßnahmen lernt der Angestellte das Unternehmen zum ersten mal „von Innen“ näher kennen und wird über die grundlegenden Sicherheits- und Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit unterrichtet.  Die Unterweisung ist für den Arbeitgeber verpflichtend, § …

Gefährdungsbeurteilung

Grundlegendes Die sogenannte Gefährdungsbeurteilung ist gemäß § 3 BetrSichV eine Maßnahme nach der Betriebssicherheitsverordnung. Ihr Anliegen ist die Sicherheit von Arbeitsmitteln zu gewährleisten. Also ausgehende Gefahren für Körper und Gesundheit von betrieblichen Werkzeugen, Geräte, Maschinen oder Anlagen zu verhindern. Pflichten des Arbeitgebers Nach § 3 abs. 1 BetrSichV ist der Arbeitgeber dafür verantwortlich, auftretenden Gefährdungen …