Unzuverlässigkeit

Eine Person gilt im gewerberechtlichen Sinne als unzuverlässig, wenn sie zur Beantragung einer Erlaubnis nicht die erforderliche Zuverlässigkeit besitzt. Allgemein gilt der Grundsatz der Gewerbefreiheit, vgl. § 1 GewO. Manche Branchen sind jedoch staatlichen Beschränkungen unterworfen. So wird zum Beispiel das Wach- und Sicherheitsgewerbe durch § 34a GewO reguliert. Danach dürfen nur zuverlässige Personen Dienstleistungen …

Befreiung von der Sachkundeprüfung 

Hintergrund Die gewerbliche Bewachung fremden Lebens und Eigentums wird durch § 34a GewO reguliert. Demnach erfordern Wach- und Sicherheitstätigkeiten unter anderem den Nachweis einer Unterrichtung. In Ausnahmefällen muss auch eine Sachkundeprüfung absolviert werden. Durch die Vorschrift wird die nach § 1 GewO gewährleistete Gewerbefreiheit eingeschränkt. Durch das rechtliche Erfordernis der Zuverlässigkeit soll sichergestellt werden, dass …

Sicherheitskraft im Handel

Allgemeines Unter Sicherheitskraft im Handel versteht man eine Weiterbildungsmöglichkeit an der örtlich zuständigen Industrie- und Handelskammer. Anhand des Zertifikatslehrganges können Sicherheitskräfte im Einzelhandel, also insbesondere Kaufhausdetektiv, ihre beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten erweitern.  Hintergrund und Zweck In dem Lehrgang wird dasjenige Wissen vermittelt, welches speziell im Einzelhandel von Bedeutung ist. Wer eine allgemeine Sachkundeprüfung ablegt, erlangt …

Nachtwächter

Allgemeines Nachtwächter ist eine eigene Berufssparte im Objektschutz. Die Tätigkeit umfasst heutzutage hauptsächlich Wächterkontrollgänge. Anhand des Kontrollganges sollen unvorhergesehene Ereignisse aufgespürt werden.  Bereits im Mittelalter gab es Nachtwächter, die teilweise auch als Türmer bezeichnet worden sind und in größeren Städten die Bürger vor Schadensfeuern und Kriminalität schützen sollten. Der moderne Nachtwächter bewacht abgeschlossene Gebäude wie …

Privatisierung

Begriff Unter Privatisierung versteht man allgemein die Verlagerung bislang staatlicher Aufgaben, Tätigkeiten und Organisationsstrukturen auf privatwirtschaftliche Akteure. Zum Beispiel die teilweise Verschiebung von Maßnahmen der öffentlich-rechtlichen Gefahrenabwehr auf sicherheitsgewerbliche Dienstleister. Beispiel hierzu finden sich im Schutz von Atom- oder Chemieerzeugungsanlagen, Einrichtungen der Bundeswehr und insbesondere in der Luftfahrt.  Entwicklungsgeschichte Die Privatisierung ist ein noch eher …

Anerkennung von ausländischen Befähigungs- und anderen Nachweisen aus EU-/EWR-Staaten sowie aus Drittstaaten

I. Einführung Die gewerbliche Bewachung fremden Lebens und Eigentums wird durch § 34a GewO reguliert. So wird die allgemeine Gewerbefreiheit, vgl. § 1 GewO, im Wach- und Sicherheitsgewerbe durch diese spezielle  Vorschrift eingeschränkt. Nur solche Personen dürfen einer gewerblichen Wachtätigkeit nachgehen, welche die erforderliche Zuverlässigkeit aufweisen.  Dazu gehört insbesondere der Nachweis einer Unterrichtung oder Sachkundeprüfung. …

BewachVwV

Kurzerklärung Hinter dem Kürzel BewachVwV verbirgt sich das Kürzel für eine Verwaltungsvorschrift im Rahmen von Wach- und Sicherheitsdienstleistungen nach § 34a GewO. Die Vorschrift mit der amtlichen Bezeichnung „Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Vollzug des § 34a der Gewerbeordnung und zur Bewachungsverordnung“ dient dazu, die Begriffe der wachgewerblichen Vorschriften zu konkretisieren. Hintergrund Nach § 34a GewO ist …

Tilgung

Allgemeines Nach dem Bundeszentralregistergesetz (BZRG) unterliegen Vorstrafen der Tilgung. Danach werden strafrechtliche Verurteilungen nach Ablauf eines bestimmten Zeitintervall nicht mehr nach außen bekannt gegeben. Der Verurteilte gilt damit nicht mehr als vorbestraft. Die Notwendigkeit der Tilgung ergibt sich aus dem Gebot der Resozialisierung. Der Status „vorbestraft“ hat in der Berufswelt und im etwaigen Falle weiterer …

Vorstrafe

Kurzerklärung Eine Wachkraft gilt im Berufsleben als vorbestraft, wenn sie über einen relevanten Eintrag im erweiterten Bundeszentralregister nach § 30a Bundeszentralregistergesetz (BZRG) verfügt. Bedeutung im Wachgewerbe Wortwörtlich entsteht der Status „vorbestraft“ bereits mit einer einzigen rechtskräftigen Verurteilung wegen einer Straftat. Allerdings findet nicht jede einzelne Straftat Einging in das Führungszeugnis und im Übrigen können Vorstrafen …

Transport von Hunden

Allgemeines Kommen Hunde im Zusammenhang mit wach- und sicherheitsgewerblichen Dienstleistungen zum Einsatz, müssen besondere Vorschriften der DGUV Vorschrift 23 beachtet werden. Der Transport von Hunden ist in DGUV Vorschrift 23 in dem § 17 geregelt.  Die DGUV-Vorschriften dienen der Unfallverhütung. Also der Vermeidung von Personen- und Sachschäden bei betrieblich veranlassten Tätigkeiten durch präventive und repressive …