Überfallprävention

Allgemeines Unter Überfallprävention versteht man die Summe aller vorbeugenden Maßnahmen zur Verhinderung von Raubüberfällen in Verkaufsstellen, Banken, Spielstätten oder ähnlichen Dienststellen (zum Beispiel Zahldienststelle einer staatlichen Einrichtung).  Der Begriff Überfall ist in einem etwas weiteren Sinne als der strafrechtliche „Raub“ gemäß § 249 Abs. 1 StGB zu verstehen. Stattdessen steht Überfall für den Entzug von …

Gefährliches Werkzeug

Kurzerklärung Der Begriff „gefährliches Werkzeug“ stammt aus dem Strafrecht und wird im Zusammenhang mit Strafschärfungen in Diebstahldelikten, Raub und Körperverletzungen gebraucht. Je nach Kontext variiert dessen inhaltliche Bedeutung.  Allgemein gilt, dass Werkzeuge nur solche Gegenstände sein können, die entweder tragbar sind (zum Beispiel Hammer, Axt, Knüppel) oder vom Täter in sonstiger Weise räumlich versetzt werden …

Räuberische Erpressung

Kurzerklärung Unter einer räuberischen Erpressung versteht man nach dem Strafrecht der Bundesrepublik gemäß §§ 253, 255 StGB ein Vermögensdelikt mit Nötigungscharakter.  Schutzgut Die räuberische Erpressung steht unter Strafe, um damit das Vermögen des Geschädigten zu schützen. Außerdem sollen Eingriffe in dessen Willens- oder Entschließungsfreiheit und dessen körperliche Unversehrtheit unterbunden werden. Merkmale der räuberischeren Erpressung Der …

Versagungsgrund (Waffenrecht)

Allgemeines Unter Versagungsgründen versteht man Tatsachen, die eine Behörde dazu veranlassen, bestimmte Handlungen nicht vorzunehmen. Zum Beispiel das Unterlassen der Erteilung einer waffenrechtlichen Erlaubnis. Wer eine unter das Waffengesetz fallende Waffe beziehungsweise waffenähnliche Sache erwerben, erwerben und besitzen möchte, benötigt dazu eine Waffenbesitzkarte. Und für das Führen außerhalb des eigenen Grundstücks einen kleinen beziehungsweise große …

Versuch einer Straftat

Strafbarkeit des Versuchs Der Versuch einer Straftat ist das Gegenstück zur vollendeten Tat. Das Delikt hatte sich noch nicht realisiert, sonder blieb in der Ausführungshandlung stecken.  Beispiel: Wachkraft W beobachtet, wie Dieb D mit einer Brechstange ein Garagentor „bearbeitet“, um einen wertvollen Oldtimer zu stehlen. Während D noch damit beschäftigt ist, das Tor zu öffnen, …

Notwehrexzess

Phänomen Von einem Notwehrexzess spricht man im Strafrecht, wenn der Täter aus aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken die Grenzen eines Notwehrrechts überschreitet.  Beispiel 1: Passant P wird spätabends von Räuber R angegriffen, der mit einem Messer bedrohen die Herausgabe seines Handy bewirken will. P ergreift eine Pistole und schießt in panischer Angst zielt auf den …

Scheinwaffe

Definition Unter einer Scheinwaffe versteht man einen beweglichen Gegenstand, der nach seinem äußeren Erscheinungsbild beim Betrachter die irrige Annahme hervorrufen soll, es handele sich um eine gefährliche Waffe. In Wahrheit ist der Gegenstand jedoch harmlos und ist nicht dazu geeignet, einen Menschen erheblich zu verletzen.  Diese Eigenschaften sind etwa von täuschend echt aussehenden Tarnwaffen erfüllt. …

Räuberischer Diebstahl

Als räuberischen Diebstahl bezeichnet man in § 252 StGB ein raubähnliches Verbrechen.  Es setzt sich zusammen aus einem vollendeten, aber nicht beendeten Diebstahl und einer raubähnlichen Gewalthandlung, um die Beute zu sichern.  Vollendeter Diebstahl heißt, dass der Täter den Gegenstand bereits in seiner Gewalt hat. So ist der Tatbestand einer Wegnahme beispielsweise schon dann erfüllt, …

Anstiftung

Die Anstiftung ist neben der Beihilfe eine Teilnahme an einer Straftat. Der Strafgrund ist die Mitverursachung einer Rechtsgutverletzung beziehungsweise Rechtsgutgefährdung. Nach § 26 StGB liegt eine vorsätzliche Handlung zum Verursachen einer rechtswidrigen Haupttat vor. In der Anstiftungshandlung bestimmt der Anstifter einen spezifischen Täter zur Handlung und ruft den Tatenentschluss bei der Person hervor. Er bemächtigt …