Sicherungsetikett

Überblick

Sicherungsetiketten dienen der Verhinderung von Diebstählen an beweglichen Einkaufsgegenständen und sollen dadurch Inventurverluste verringern. Seit 1988 werden in der Bundesrepublik Deutschland elektronische Warensicherungssysteme verwendet. Ebenso kommen mechanische, funk-mechanische oder elektronische Verfahren zur Sicherung von Gütern in Betracht. 

Grundsätzlich werden Sicherungsetiketten an hochpreisigen Verkaufsgütern angebracht oder solchen, die häufig in Supermärkten illegal entwendet werden. So werden auffallend häufig Kaffeesorten oder Spirituosen gestohlen und dementsprechend hinter einem diebstahlsicheren Schrank ausgestellt oder mit Sicherungsetiketten ausgezeichnet. Man unterscheidet zwischen Einweg-Sicherungsetiketten und Mehrweg-Sicherungsetiketten. 

Einweg-Sicherungsetiketten

Einweg-Etiketten bestehen aus einem Aufkleber, der mit einer Kunststoff-Folie beschichtet ist oder aus Hartplastik besteht. Im Inneren befindet sich ein Sensor, welcher beim Bezahlvoqrgang so eingestellt wird, dass der Kunde den Laden problemlos verlassen kann. Wird die gesicherte Ware nicht gescannt, ertönt ein akustisches und optisches Alarmsignal, sobald der Täter das Kontaktfeld an Ausgangstüren, Fahrstuhl, Kunden-WC oder Ähnlichem passiert. 

Das Konzept wird anhand von Magnetwellen oder einem Funk-Resonanz-Verfahren realisiert. Durch Hörgeräte, Telefone und andere technische Geräte kann es zu Signalstörungen kommen. In der Praxis werden nur rund 70 Prozent der Diebstähle bei Einweg-Sicherungsetiketten erkannt. Dafür sind die Anschaffungskosten dieses Warensicherunessystems in der Regel geringer als bei Mehrweg-Systemen. 

Sicherungsetiketten mit mehrfacher Verwendung

Mehrweg-Sicherungsetiketten sind größere Sensoren in einer kreis- oder ovalförmigen Kunststoffverkleidung und werden an einzelnen Gegenständen mithilfe einer Nadel montiert. Die elektronischen Etiketten werden vom Kassenpersonal manuell entfernt. Sobald der Täter die Herrschaftssphäre des Warenhauses verlässt, wird ein akustisches und/oder optisches Signal ausgelöst. 

Zusätzlich können Farbpatronen innerhalb der Warensicherung verbaut werden. Bei einer gewaltsamen Beschädigung des Etiketts oder bei Diebstahlversuchen explodiert die Patrone. Dies führt zur Unbrauchbarkeit des Tatobjekts. Gegebenfalls haftet die Farblösung auch am Täter selbst. Dadurch wird die Beweiserhebung erleichtert.