Redundanz

Definition
Als Redundanz bezeichnet man in der Technik funktionsgleiche Komponenten, die in einem Gerät verbaut sind. Durch das Vorhandensein dieser funktional gleichen Ressourcen wird ein störungsfreier Betrieb gewährleistet.
Redundante Übertragungswege werden verwendet, wenn sich aus der Risiko-Einstufung unkalkulierbare Risiken ergeben. Durch diese hochsicherheitstechnische Maßnahme, können betriebliche Ausfälle einer Anlage auf ein Minimum reduziert werden. Es ist zu beachten, dass redundante Ressource räumlich getrennt verbaut werden müssen. So ist auch im Falle eines ganzen Systemausfalls die Funktionalität der Ersatz-Ressource davon nicht betroffen.

Redundanz in GMAs
Eine mit einer Notruf- und Service-Leitstelle (NSL) verbundene Gefahrenmeldeanlage (GMA), kann die Ausfall- und Sabotage-Sicherheit durch redundante Übertragungseinrichtungen erhöhen. Sollten beispielsweise bei einem Einbruchsversuch Teile der GMA beschädigt werden, kann das Alarmsignal über die zweite Trasse an die zugehörige hilfeleistende Stelle übertragen werden. Ferner erhöht technische Redundanz die Alarmplausibilität. Werden innerhalb kürzester Zeit Ausfall-Signale beider Trassen an die NSL übermittelt, wird die Statusmeldung des ersten Übertragungsgerätes somit durch die redundante Übertragungseinrichtung verifiziert.

Redundanz in KKWs
Aufgrund das besondere Risiko der Radioaktivität müssen in Sicherheitskonzepten von Kernkraftwerken (KKW) höchste Ansprüche erfüllt werden. Eine redundante Auslegung der wichtigsten Komponenten ist eine Voraussetzung, die das Ausfallrisiko und dessen verheerende Folgen einer nuklearen Katastrophe vermeiden soll. Wenn eines von vier Teilsystem ausfallen würde (4 x 50 %), stehen immer noch drei Teilsysteme zur Verfügung, die 3 x 50 % = 150 % der benötigten Leistung bereitstellen. So werden parallel arbeitende Pumpen gerne nach folgendem Redundanz-Prinzip konzipiert: 3 x 50 %, 4 x 50 %, 3 x 100 %.
Ein anderes Beispiel für Redundanz in KKWs ist die mehrfache Auslegung von Sicherheitsventilen bei Druckbehältern. So werden in der Regel drei anstelle von einem solcher Ventile verwendet. Ferner werden Behälterdeckel mit mehr Schrauben fixiert als gemäß der physikalischen Berechnung notwendig wären. Weitere Beispiele finden sich bei Notkühlungssystemen oder der Notstromversorgung.

Siehe auch
– Redundante Übertragungsgeräte
– Reaktorsicherheit