Rauch- und Wärmeableitung

Definition

Maßnahmen, die der zügigen und sicheren Abführung toxischer Gase und ungewollter Wärmeenergie dienen, werden im Brandschutz unter dem Oberbegriff Rauch- und Wärmeableitung (RWA) zusammengefasst.

Hintergrund

Nur ein verhältnismäßig geringer Anteil der Brandopfer ist auf Verbrennungen zurückzuführen. Mit rund 80 % der ca. 300 Brandtoten im Jahr 2019 in Deutschland sind Rauchvergiftungen die relevantere Ursache.

Bei jedem Feuer entstehen Gase wie Kohlenstoffdioxid und Kohlenstoffmonoxid, die für den menschlichen Körper giftig (toxisch) sind und zu Erstickungen führen, indem sie Sauerstoff entziehen. 

Maßnahmen

Elektrische Systeme leiten Rauch aus einem Gebäude, wenn ein Brand über Brandschutzmelder detektiert und ein entsprechendes Signal von der Brandmeldezentrale (BMZ) ausgelöst wurde.

Automatische RWA-Systeme können Fenster und Klappen an Fassadenöffnungen öffnen, wenn diese über einen elektromechanischen Antrieb verfügen. Ebenso verfügen öffentliche Gebäude über Lüftungsanlagen, die die Rauchabfuhr manuell (per Knopfdruck) einleiten.