Mahnung

Mit einer Mahnung sind wiederholte Zahlungsaufforderungen, welche nach einem verpassten Zahlungstermin ausgestellt werden. Der Gläubiger kann den Schuldner schriftlich oder mündlich dazu auffordern, einen noch ausstehenden Betrag bis zu einer neuen Frist zu begleichen.
                                                                                                                                                                                                                                                                           
Durch mögliche entstandenen Verzugskosten ist der Schuldner dazu verpflichtet diese zusätzlich zu begleichen. Dazu gehören zum Beispiel Rechtsverfolgungskosten, Bearbeitungsgebühre oder Zinsen. Nach §286 des BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) kommt ein Schuldner in Verzug, wenn der Zahlungserinnerung nicht Folge geleistet wird. Dann kann ein entsprechendes Mahnungsverfahren vom Gläubiger eingeleitet werden. Die dadurch entstehenden Kosten sind nicht durch eine Obergrenze beschränkt und müssen ebenfalls vom Schuldner getragen werden.
Die Mahngebühren liegen für die wiederholte Zahlungsaufforderung zwischen 2,50€ und 5€ und bis zu 10€ für die dritte Mahnung. In diesen Gebühren darf nur Kostenaufwand für Papierkosten und den Briefumschlag, sowie das Porto angerechnet werden. Personale oder technische Kosten gehören nicht dazu. Zusätzliche Kosten können durch Verzugszinsen anfallen. Diese betragen jährlich etwa 4,62%. Der Zahlungsempfänger kann in einem Mahnverfahren außerdem Schadensersatzansprüche stellen (§280 BGB). Laut dem Gesetzgeber müssen Zahlungsaufforderungen spätestens 30 Tage nach Verstreichen der Frist beglichen werden. Danach können Mahnungen in 14-tägigen Abständen ausgestellt werden. Werden diese Mahnungen ignoriert, hat der Gläubiger das Recht den Schuldner vor Gericht auf Schadensansprüche zu verklagen.

Ein Kunde kann einen Preisnachlass durch das sogenannte Skonto bekommen. Wenn der ausstehende Betrag sofort nach dem Kauf beglichen wird, kann eine Vergünstigung von üblicherweise 3,00 % Skonto erfolgen.