Löschtechnik

Der Allgemeinbegriff Löschtechnik bezeichnet systematische Verfahren zur Bekämpfung eines Schadensfeuers. Ein Feuer brennt, wenn folgende drei Faktoren bei richtigem Mengenverhältnis zusammen agieren: Brennstoff, Oxidator (meist Sauerstoff) und Wärme (Entzündungstemperatur). Bei Entziehung eines dieser Grundvoraussetzungen kann der Brand gelöscht werden. Das Entfernen des brennbaren Stoffes ist in der Regel mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden. Insbesondere bei Lagerbränden liegt diese Strategie häufig im Bereich des physisch-real Unmöglichen. Eine effektivere Variante sind Abkühlungsverfahren. Anhand von Löschwasser kann Wärmeenergie durch Verdampfen abgeführt werden. Die zweite sinnvolle Option besteht im Ersticken oder Abführen des Oxidators. Hierzu eignen sich Löschgase wie Argon, Integren, Kohlenstoffdioxid oder Stickstoff.
Man unterschiedet die verschiedenen Löschstrategien nach Innen- und Außenangriffe. Beim Außenangriff werden die Löschmittel extern eingesetzt und durch Türen, Fenster oder Brandlöcher zur Brandquelle befördert. Beim Innenangriff gehen Feuerschutzangehörige mit entsprechender Ausstattung direkt zum Gefahrenort. Dies kann ein effektiveres Löschen ermöglichen, zu beachten ist das damit verbundene Risiko.