Geprüfte(r) Meister(in) für Schutz und Sicherheit

Als Meister für Schutz und Sicherheit wird eine weiterbildende Berufsqualifikation bezeichnet, welche eine Dauer von zwei Jahren umfasst. Die weiterbildende Qualifikation kann von Personen aus dem Bereich des Werkschutzes oder aus dem privaten Sicherheitsdienstleistungssektor bestritten werden.
                                                                                                                                            
Die Zulassungsvoraussetzungen lauten:
– Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit (FKSS);
– Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung aus einem sonstigen Ausbildungsberuf sowie eine zweijährige Praxiserfahrung im Bereich der Sicherheit;
– Eine fünfjährige Berufserfahrung und davon mindestens drei Jahre in der Sicherheit;
– Eine erfolgreich ablegte Prüfung zur „Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft“ beziehungsweise „Geprüfte Werkschutzkraft“.Die Ausbildung besteht aus 260 Unterrichtsstunden, die sich auf etwa neun Monate erstrecken. In weiteren 120 Unterrichtsstunden werden innerhalb von vier Monaten pädagogische Kenntnisse erworben (Ausbilder-Eignungsprüfung). Der zeitaufwändigste Teil der Weiterbildung besteht aus 560 Unterrichtsstunden, in denen handlungsspezifisches Wissen in einem Zeitraum von 18 Monaten vermittelt wird.Die dreijährige Ausbildung gliedert sich in Trimester à vier Monate. Insgesamt besteht die Ausbildung also aus neun Trimestern. Pro Trimester wird eine Gebühr von 480,00 Euro fällig. Insgesamt belaufen sich die Kosten also auf 4.320,00 Euro. Der Betrag kann durch Aufstiegs-Bafög gefördert werden. Träger der Ausbildung sind die Industrie- und Handelskammern (IHK). An dieser Institution werden anschließend auch die Prüfungen zum Meister für Schutz und Sicherheit abgelegt.

Mit der Weiterbildung hat eine Person die notwendigen beruflichen Kenntnisse, Personen auszubilden. Allerdings muss dazu zusätzlich eine Unterweisung der AEVO, zum Beispiel bei der IHK, besucht werden. Die bestandene Weiterbildung bietet im Anschluss eine Ausrichtung in verschiedenste Berufe der Sicherheit. Wird ein Meister für Schutz und Sicherheit in einem Unternehmen tätig, liegen die beruflichen Möglichkeiten vorwiegend im operativen Management. Außerdem können weitere spezialisierende Berufsabschlüsse an einer Hochschule angeschlossen werden (siehe Bachelor-Studiengänge).