Einbruchmelder (Außenanlagen)

Funktion
Einbruchmelder an Außenanlagen sind Teil einer Einbruchmeldeanlage (EMA). Die Melder  übermitteln an die Einbruchmeldezentrale (EMZ)  durch die Überwachung von Kenngrößen Daten, die auf einen Einbruch schließen könnten. An Außenanlagen eignen sich folgende Varianten an Einbruchmeldern:
–  Infrarotlichtschranke
–  Mikrowellen-Richtstrecke
–  Drahtzugmelder
– Kapazitiver Spanndraht
– Mikrofonkabel
– Lichtwellenleiter
–  BodendruckmelderMeldervarianten
Infrarotlicht liegt im für das menschliche Auge nicht sichtbaren Bereich. Die Infrarotlichtschranke besteht aus einer Lichtquelle und einem Lichtempfänger. Das Licht wird in einem Strahl an den Empfänger gesendet. Wenn ein Mensch diesen Strahl kreuzt, wird das Signal unterbrochen und ein Alarm geht los. In der Regel werden mehrere Lichtstrahlen übereinander gelegt. Bei schlechten Witterungsbedingungen, starkem Regen oder hohem Gras kann es zu Fehlalarmen kommen. Die Reichweite zwischen Lichtquelle und Empfänger darf maximal 100 Meter betragen.

Die Grundidee der Mikrowellen-Richtstrecke gleicht dem Konzept der Infrarotlichtschranke. Im Gegensatz zum IR-Licht reagiert die Mikrowellen-Richtstrecke weniger sensibel auf Wetterbedingungen. Die Entfernung zwischen Quelle und Empfänger darf eine Distanz von 250 Metern nicht überschreiten.

Der Drahtzugmelder wird in der Regel an Zäunen befestigt. Bei einem Einbruchsversuch detektiert der Melder das unerwünschte Personeneindringen aufgrund von Druckveränderungen oder Durchtrennen des Drahtes. Das Konstruktionsprinzip ist recht simpel. Der Melder ist aufgrund seiner geringen Sichtbarkeit relativ leicht zu verlegen und wird unter Strom gesetzt. Wegen der mit Temperaturveränderungen verbundenen physikalischen Eigenschaften, kann es bei plötzlichem Temperaturfall oder -anstieg zu Fehlalarmen kommen.

Kapazitive Spanndrähte bestehen aus zwei parallel verlaufenden, unter Strom gesetzten Drähten, welche an Zaunbereichen verlegt werden. Es entsteht ein elektromagnetisches Feld. Die physikalischen Eigenschaften eines Kondensators werden ausgenutzt: bei Betreten des umsponnenen Feldes ändert sich das Magnetfeld und diese Veränderung wird detektiert. Bei starkem Schneefall ist das System funktionsunfähig.

Ein Mikrofonkabel ist speziell auf für einen Einbruch charakteristische Geräusche konfiguriert. Entlang eines Zaunes verlegt, reagiert das Mikrofon auf das Geräusch beim Zerschneiden eines Maschendrahtes beispielsweise.

Der Lichtwellenreiter detektiert optische Lichtsignale und gegebene Lichtverhältnisse. Der Melder erfasst Veränderungen und schlägt bei charakteristischen Lichtsignalen (zum Beispiel der Lichtkegel einer Taschenlampe) Alarm.

Ein Bodendruckmelder besteht aus mit Flüssigkeit befüllten Schläuchen. Bei Betreten dieser Schläuche wird die Druckveränderung detektiert und ein Alarmsignal an die Alarmzentrale übermittelt. Die Schläuche befinden sich meist wenige Zentimeter unter dem Erdboden.