Diebesfalle

Grundsätze

Eine Diebesfalle ist ein Gegenstand, welcher ausgelegt wird, um aus einer Gruppe von Verdächtigen einen Täter zu identifizieren oder einen Dieb an einem Ort festzustellen, an dem es häufiger zu Unterschlagungen kommt. Eine Diebesfalle überführt den Täter, indem chemische Substanzen an dem zu sichernden Objekt aufgetragen werden. Da diese Substanz sich auf die Kleidung und den Körper des Diebes überträgt, kann der Kriminelle so überführt werden. Alternativ zu Chemikalien wird häufiger auch künstliche DNA verwendet. Es gibt Diebesfallen in den verschiedensten Ausführungen.

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Rechtliches

Es ist nicht ratsam, als Laie in Form von Selbsthilfe eine solche Falle aufzustellen, da das Thema aus juristischer Perspektive umfassend und kompliziert ist. Man veranlasst den Verdächtigen zu einer Straftat, um diesen möglichst im Versuchsstadium zu stellen. Manche Stimmen befürworten eine Strafbarkeit wegen Anstiftung nach § 26 StGB. Der Provokateur selbst will jedoch keine Straftat begehen. Er verhält sich nicht sozialschädlich, da er nicht auf den Erfolg des Diebstahls hinarbeitet. Stellt man eine Diebesfalle auf, sollte man sicherstellen, nicht als Anstifter missverstanden zu werden. Seine Willensrichtung muss sich erkennbar gegen die Vollendung des Delikts richten. Dies ist der Fall, wenn der Provokateur Maßnahmen ergreift, um den Verdächtigen bereits im Versuchsstadium zu fassen.

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Voraussetzungen

Um eine Diebesfalle aufstellen zu dürfen, sollten folgende Voraussetzungen unbedingt vorliegen:

  • Der Kreis an Tatverdächtigen muss abgrenzbar und überschaubar sein.
  • Der Täter muss wiederholt ähnliche oder gleiche Sachen gestohlen haben.
  • Der Kreis an Eingeweihten darf nicht größer als notwendig sein.
  • Das Anfassen präparierter Gegenstände durch Tatortberechtigte muss ausgeschlossen sein.
  • Kontrollen von Verdächtigen müssen so zeitnah wie möglich durchgeführt und die Diebesfalle daher ständig überprüft werden.

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Sichtbare und unsichtbare Diebesfallen

Bei der Präparation von diebesgefährdeten Sachgütern muss darauf geachtet werden, dass die Substanz für den Täter nicht sichtbar ist. Hierzu eignet sich beispielsweise UV-Pulver. Wird zu viel Pulver ausgestreut, steigt das Risiko, dass der Dieb die Diebesfalle erkennt. Andererseits wirkt das Pulver bei nur geringfügigen Mengen nicht. Neben diesen passiven, unsichtbaren Diebesfallen gibt es auch sichtbare Fallen. Silbernitrat ist anfangs zwar nicht sichtbar, doch durch eine chemische Reaktion ist es visuell wahrnehmbar. Dieses Pulver ist auch zunächst unsichtbar, doch durch die Kombination mit Schweiß reagiert der Stoff und verfärbt sich rot, blau oder braun.

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Elektronische und mechanische Diebesfallen

Mechanische Diebesfallen können mit einfachsten Mitteln umgesetzt werden. Sogenannte Knallplätzchen geben einen lauten Knall von sich, und dieser macht die Umgebung auf den Diebstahlversuch aufmerksam. Eine weitere Möglichkeit ist eine mechanische Uhrzeitunterbrechung zur Feststellung der Tatzeit. An elektronischen Varianten können Tritt-, Tür- und Fensterkontakte, Lichtschranken, IR- und Ultraschall-Mikromelder unter anderem zur Diebstahldetektion genutzt werden.