Brandschutzvorhang

Kurzerklärung

Ein Brandschutzvorhang ist ein räumlich versetzbarer Vorhang, welcher Wärmestrahlung abschirmen soll. Brandschutzvorhänge werden innerhalb von Brandschutzabschnitten an brandgefährdeten Objekten befestigt sowie an Öffnungen und Abschlüssen eines Brandschutzabschnittes. 

Funktion

Brandschutzabschitte werden innerhalb von größeren Gebäuden mithilfe von Brandschutzwänden gebildet. Durch eine Brandschutzwand wird ein schnelles Überschlages des Feuers auf umliegende Bereiche vermieden. Damit werden Schäden und Risiken verringert. Ferner ist das Schadensfeuer besser zu kontrollieren und Löscharbeiten können effizienter durchgeführt werden. 

Eine Fassade gilt als Brandschutzwand, wenn sie nach F90 feuerbeständig ist, das heißt für mindestens 90 Minuten lang ihre bestimmungsgemäß Funktion ausüben und einen Überschlag für diese Zeit verhindern kann. Brandschutzvorhänge werden vor allem an Öffnungsbereichen von Brandschutzabschnitten benötigt. Mithilfe des Vorhanges sollen dadurch entstehende Schwachstellen beseitigt werden.

Bauweise

Brandschutzvorhänge befinden sich in einem Schiensystem. Dadurch können sie manuell oder elektronisch bedient werden. Der Vorhang besteht aus einem speziellen Gewebe. Dieses Gewebe ermöglicht einen Widerstand gegenüber thermischen Einwirkungen bis zu 1.000 Grad Celsius. Durch den Vorhang werden Wärmestrahlen abgeleitet. Ungeschützt könnte bereits Wärmestrahlung manche brandempfindliche Stoffe, darunter auch einige Fensterglasarten, entzünden. 

Anwendungsbereich

Brandschutzvorhänge werden in der Praxis an brandgefährdeten Objekten wie Krankenhäusern, Rechenzentren, Produktionshallen, öffentlichen Gebäuden verbaut.