Biometrische Verfahren

 BiometrieBiometrie ermöglicht das maschinelle Erkennen und Identifizieren von Personen anhand biometrischer Erkennungsmerkmale. Zu den biometrischen Merkmalen gehören individuelle Strukturen, die bei jedem Menschen unterschiedlich sind.

Papillarmuster

Das Erfassen von Papillarmustern ist bereits mit relativ wenig Aufwand möglich und kommt bei der Entsperrung von Mobiltelefonen unter anderem zum Einsatz. Allerdings gibt es einen signifikanten Anteil an Menschen, bei denen die Technik aus physiologischen Gründen nicht funktioniert. Der prozentuale Anteil davon ist aufgrund unzureichender Statistiken bisher unbekannt. Auch bei Bauarbeitern kann es zu Problemen mit der Erkennung kommen, da besonders beanspruchte Hände mit der Zeit an Rillenstruktur verlieren.

Handgeometrie und Handlinien

Das auf der Handgeometrie und Handlinien basierende Erkennungsverfahren stammt aus den USA. Über die Zuverlässigkeit des Systems gibt es noch keine als sicher geltenden Angaben. Mit dem Alterungsprozess ändern Hände teilweise ihre Form, und es kann zu Problemen bei den Messungen kommen. Auch führen Verletzungen der Hand zur Nichtdurchführbarkeit des Verfahrens.

Vermessung des Gesichtes

Die Vermessung des Gesichtes ist ein anspruchsvolleres Verfahren. Für qualitative Messungen werden gleichmäßig ausgeleuchtete Frontalaufnahmen vom Gesicht benötigt. Die gesichtsbiometrische Identitätskontrolle findet Anwendung bei Ausweiskontrollen (zum Beispiel Personalausweis).

Iris- und Retinastruktur

Die Iris oder Retina kann durch Infrarot und Laserstrahlung „abgetastet“ werden. Das Verfahren bietet aus technischer Sicht qualitative Messungen. Allerdings ist bei diesem Erkennungsverfahren mit Ablehnung und Widerstand von Betroffenen zu rechnen. Personen empfinden es als unangenehm, ihr Auge der Strahlung auszusetzen.