Augensignatur

Allgemeines

Indem die individuelle Augensignatur einer Person von einer präzisen Software erfasst wird, können die gewonnenen Informationen über ein entsprechendes Gerät einer Identität zugeordnet werden. Biometrische Identifikationsverfahren machen sich die Einzigartigkeit der menschlichen Physiologie zunutze (biometrische Verfahren). Man unterscheidet zwischen zwei Verfahren: Iris-Erkennung und Retina-Erkennung. In der Sicherheit werden solche Erkennungsverfahren im Bereich von Zutritts- oder Zugangskontrollen angewandt. Eine hundertprozentige Überwindungssicherheit kann auch unter menschlicher Beaufsichtigung nicht gewährleistet werden. Im Gegensatz zum Fingerabdruck-Verfahren erfordert die Augensignatur weniger Kooperation.

Iris-Erkennung

Bei der Iris-Erkennung werden die optischen Eigenschaften der Iris ausgelesen. Die Iris ist die durch Pigmente gefärbte Blende und umschließt die Pupille. Streng genommen werden nicht die Iris als solche, sondern die komplexen band- und kammartigen Bindegewebsstrukturen zwischen der Iris und der Hornhaut untersucht. Das Erkennungsgerät teilt das Bild zunächst in zahlreiche Rechtecke ein. Anschließend wird der Mittelwert der Helligkeit eines jeden Flächenteils ermittelt. Zuletzt werden die Lichtdaten in einen zwischen 0 und 1 liegenden Wert transformiert.

Retina-Erkennung

Bei der Retina-Erkennung wird die Gefäßstruktur des menschlichen Auges ausgenutzt. Die Retina ist durch Verteilung, Form und Muster ihrer Blutgefäße individuell eindeutig charakterisiert. Dabei ist die Struktur mit den Pappilarlinien eines Fingerabdrucks vergleichbar. Die Annahme, dass die Retina für biometrische Erkennungsverfahren genutzt werden könnte, ist erstaunlicherweise schon über 70 Jahre alt. Erste Prototypen zur Umsetzung wurden im Jahr 1975 entwickelt. Ein modernes Retina-Identifikationssystem besteht aus folgenden Komponenten: Kamera, Phasen-Korrektur-Modul und Vergleichsmodul. Die Kamera nimmt die zum Scan benötigten Informationen auf. Das Phasen-Korrektur-Modul kann Aufnahmefehler ausgleichen, beispielsweise, wenn der Kopf leicht verdreht war und es zu Verschiebungen gekommen ist. Das Vergleichsmodul überprüft den Scan schließlich mit identischen Referenzcodes aus der Datenbank.